Pilztouren mit Harry Käding

Man weiß es kaum: Auch in der kalten Jahreszeit und im Frühjahr wachsen in den norddeutschen Wäldern allerhand essbare Pilze. Um diese kennen zu lernen, nahmen wir letztlich an einer Tour mit dem Pilzsachverständigen Harry Käding teil. Überaus lehrreich, überaus lecker.

Judasohren - Auricularia auricularia judae

Judasohren - Auricularia auricularia judae

So fanden wir im Schnaakenmoor bei Hamburg-Rissen unter anderen den Violetten Rötelritterling und die guten Rauchblättrigen Schwefelköpfe.

Später stolperten wir über einen gefällten Stamm, auf dem sogenannte Judasohren wuchsen, die im Asia Markt als Muh-Err (”Wolkenohr”) Pilze verkauft werden. Schmecken nach fast nix, sind aber frisch angenehm knubbelig in der Suppe.

Wer also mal Lust hat, Wissen rund um Speise- und Giftpilze aufzubauen oder zu erweitern, den seien die Touren mit dem sehr verständigen und amüsanten Harry ans Herz gelegt.

Die Termine stehen auf seiner Website unter www.harry-kaeding.de

Fest- und Antik-Deichhof am Elbddeich

Der Deichhof Haseldorf lohnt den Besuch. Ob zum Kaffee, auf Antikjagd oder gar, um in der Scheune zünftig zu feiern.

Deichhof Haseldorf

Deichhof Haseldorf

Das über 200 Jahre alte Gehöft liegt hinterm Deich direkt in Haseldorf. Der freundliche Besitzer Klaus Rebattu hat nicht nur das Haus liebevoll renoviert, sondern hortet im inneren auch antike Bauernmöbel. Meist in heller Farbe gehalten heben ssich die Stühle, Truhen und Kommoden von dem Bauernschrank einerlei vieler Antikläden positiv ab. Wenn sich große Gesellschaften ankündigen, dann wird inmitten und mit den alten Möbeln zusammen gefeiert.

Das bietet sich beispielsweise für Hochzeiten an, die schöne St.-Gabriel Backsteinkirche liegt in Fußweite. Der ganze Hochzeitszug kann also nach der Trauung über den Deich direkt in den Bauerngarten oder den Hof pilgern.

Wer Lust hat, der flaniert durch den neben der Kirche gelegenen Garten des Herrenhauses Haseldorf. Mit etwas Glück trifft man den Schlossherr mit dem beeindruckenden Namen Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden, der den kleinen Park des Schlosses für die Öffentlichkeit begehbar hält.

Im Café des Deichhofes gab es letztens extrem lecker-saftigen Käsekuchen. Wenn es den wieder gibt, dann zuschlagen. Nach einem langen Spaziergang hungrig geworden griffen wir zudem zu einem deftig zubereiteten Cassoulet. Auf Nachfrage lernten wir Katja Kölsch von Das Spanische Mahl kennen, die im Deichhof Haseldorf…

Letzte Wanderdüne Hamburgs

Boberger Düne

Boberger Düne. Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Wikimedia.

Die Boberger Dünenlandschaft

Man glaubt es kaum, aber früher erstreckte sich vom Berliner Tor bis Bergedorf eine Dünenlandschaft. Der Sand war wertvoll und wurde immer weiter abgetragen, um den Stadtausbau voranzutreiben. Heute sind daher von der einstigen Pracht nur noch die sogenannten “Boberger Dünen” übrig geblieben. Dort liegt, sorry, bewegt sich Hamburgs letzte Wanderdüne inmitten von Heidelandschaft und Marschwiesen.

Das ist unbedingt einen Ausflug wert, Erwachsene können entspannen, die Kindern im endlosen Sand spielen.

Die Stadt hat einen kleinen Wanderführer für eine Runde in den Dünen ins Netz gestellt; download hier.

Anfahrt mit dem Auto oder Fahrrad:Von der Bergedorfer Straße in “Am Langberg” abbiegen und dann über Schulredder und Boberger Furt zum Ausgangspunkt. Standort bei Google Maps hier (beeindruckende Aufnahmen von oben).

Wer es genau wissen will: Die Stiftung Naturschutz bietet geführte Wanderungen an.

Wandern in der Holsteinischen Schweiz

Neue Internetseite sammelt Wandertouren

Die Idee ist gut, endlich einmal die in Deutschland möglichen Wandertouren zu sammeln. http://www.wanderkompass.de/ stellt diverse Touren vor, die Seite soll ständig erweitert werden ( warten wir’s mal ab). Wie üblich und anscheinend naturgegeben dominiert Süddeutschland. Für Norddeutschland stehen allerdings auch schon einige Touren bereit, diese hier rund um den Dieksee bei Malente (rund 100 km vor Hamburg) sieht gut aus. Wanderzeit: 3,5 Std, Einkehrmöglichkeit.
Über den Heidepeter in der Lüneburger Heide hatten wir schon berichtet, die Wanderkompass-Webseite zeigt auch einige schöne Touren durch die nahe Heide.

Klövensteen

Naturidyll im Osten Hamburgs mit der legendären Pony-Waldschänke

Die Bewohner des Westens der Hansestadt Hamburg haben es schon gut. Nicht nur die Elbe, sondern auch die hinter Wedel gelegenen Elbmarschen locken, zwischen Osdorfer Landstraße und Elbe herrscht zudem grüner, gutbürgerlicher Friede, man wählt Ole. Dazu kommt der Klövensteen und ich zum Thema. Der Klövensteen (Standort) ist ein Waldgebiet, circa 513 Hektar groß. Das Gelände besteht aus herrlichem Mischwald mit Laub- und Nadelgehölzen, durchbrochen von Lichtungen, dazu schöne Wald- und Streuobstwiesen. Einige Wanderwege durchziehen das Gebiet, auch einige asphaltierte Radwege. Daher liegt der Klövensteen auf der Übungsstrecke fast aller Hamburger Radrennfahrer. Gerade vor den alljährlich stattfindenden Cyclassics sieht man schlanke und dicke Menschen auf ihren überteuerten Rennmaschinen (beliebt: Stevens, am besten von “von Hacht“) rumgurken.

Am Ende des Sandmoorweges (Standort) befindet sich ein Wildgehege, der Eintritt ist frei!

Ob mit dem Rad oder zu Fuß: Ein Muss ist die Pony-Waldschänke. Dort gibt es für Vati ein kühles Bier und für die Kinder den Ritt. Rund 6 Euro für eine halbe Stunde Reitspass für Kinder. An den Wochenende im Sommer herrscht ziemlicher Andrang, aber die Menschen sind von der schönen Reitstrecke begeistert.