Es gilt nach wie vor die Weisheit von Max Goldt: Kinder sind toll, aber Menschen, die Kinder toll finden, sind meistens nicht so toll. Ja, ja, wir Eltern. Trotzdem mag ich nicht allzu oft an Orten sein, die sich in erster Linie als kinderfreundlich bezeichnen. So ein Ort ist beispielsweise das Cafe Sternchance in der Schanze. Etwas eingezwängt zwischen Bahngleisen und der mehrspurigen Schröderstiftstraße hat man einen Rückzugsort geschaffen, der bei Eltern aus der schluffig-lockeren Szene hoch beliebt ist. Das liegt auch an dem guten Essen und deshalb ist das Cafe hier gennannt.
Wen es ebenfalls nicht aus der Stadt treibt kann mit Kind & Kegel in einen der Beach-Clubs gehen. Zentral liegt der Central-Park, auch hier reihen sich die Kinderwagen aneinander. Dann gibts da noch das Cafe del Mar an den Landesbrücken, unser Fall ist das nicht (zu poppig) und den nahe gelegenen Favoriten Strand Pauli. Hier stimmt die Überschrift zwar nicht, denn Essen kann man dort nicht sooo dolle, aber was solls.
Aalkate am Deich
Wer den Mut hat und die Plagen ins Auto wuchtet oder eine Radtour wagt, dem seien zwei gute Tipps mitgegeben. Die Aal-Kate liegt weit hinter Wedel nahe Uetersen am Deich. Da werden alle gut bedient, die Kinder, weil sie…
Moorfleeter Deich… und dann hinein ins Grüne
Das Renn- oder Tourenradfahren in Hamburg ist so eine Sache. Viel Verkehr auf ausgerechnet den Wegen, die mit glattem Asphalt locken. Guten Belage, wenig Verkehr und trotzdem eine wunderschöne Gegend bietet die Radrundfahrt, die wir letztens zügig gefahren sind und die hier nachgezeichnet ist. Am besten steigt man schon in Moorfleet am Anfang des Moorfleeter Deichs (Ecke Andreas-Meyer-Straße) in den Sattel. Das habe ich leider nicht in die Karte integriert bekommen.
Danach führt die Straße hinter den Deichen lang, schöne Reetdachhäuser, schöne Kurven, kaum Verkehr. Einkehrmöglichkeit im Zollenspieker Fährhaus bei der Hälfte der Strecke. Diverse Rückfahrtvarianten. Sehr zu empfehlen, gerade wenn man sich auf die Cyclassics vorbereiten will.
Radatlas des ADFC zeigt die Richtung
Aufschluss über die am wenigsten befahrenen Straßen in Hamburg gibt der “Radatlas Hamburg”, herausgegeben vom ADFC.
Idylle in der Müritzer Seenplatte
Es empfängt uns ein gediegener Gutshof im Fachwerkstil, drinnen atmen die Lehmwände und sorgen für guten Schlaf. Ein Blick aus dem Fenster zeigt die Weide: die in weiße Plastikfolie eingepackten Strohballen liegen wie überdimensionale Dinosauriereier auf dem Feld. Neben dem Stall wird ein alter Belarus-Traktor langsam von der Pflanzenwelt eingeschlossen. Vieles hier ist ursprünglich, fast rau. Kontrast bieten die rasiermesserscharf geschnitteten Hecken mancher Einfamilienhäuser. Den nahen Müritz-See Nationalpark umsäumt ein Wegenetz, ideal für ausgedehnte Spaziergänge und Radfahrten. Praktischer Naturschutz.
Wir fühlen uns bestens aufgehoben im Gutshof, das liegt auch am schönen Schwimm- und Saunabereich. Die junge Generation fühlt sich an den Tankstellen wohler. Hier grüßt man freundlich, es wird gebürstet, getrunken, geplauscht. Der neue Lack verbindet. Unser Auto ist nicht so schnell wie die flachgelegten Opelgolfs, die Fahrt nach Hamburg zurück dauert knappe zwei Stunden. Aber es lohnt sich.
Hier der Standort bei Google-Maps.
Und hier die Webseite des Gutshof Woldzegarten.
Ruhige Wanderung oder Radtour zwischen zwei Seen
Der Großensee liegt nur eine knappe halbe Stunde (30km) vom Hamburger Zentrum entfernt (Tour-Startpunkt bei Google Maps).
Am besten parkt man beim Freibad in der Seestraße 1 und geht oder fährt von dort aus los. Der “Waldweg” führt, logisch, durch den Wald Richtung Norden am See entlang und trifft auf später auf den Mönchsteich. Dieser liegt selbst im Hochsommer einsam, verlassen und wunderschön in seinem Bett. Eine genau Wegbeschreibung ist langweilig, nur soviel: es gibt viel zu entdecken.
Eine unbedingte Empfehlung für einen kleinen Ausflug aus der Stadt.
Nach der Rückkehr kann das den Großensee nutzende Naturfreibad besucht werden.
Einen Gastro-Typ für die Gegend kennen wir nicht. Wer einen hat: immer her damit.