An der Hohwachter Bucht lassen sich exklusiv-bodenständige Tage verleben
Ein paar Tage nach Herbstanfang, die Sonne scheint hell, hat aber an Kraft verloren. Wir kommen auf Gut Panker an, eine noble Adresse, fast schon pitoreskes Ausflugsziel für Wochenendeausflügler, Herberge für eine national bekannte Trakenerzucht, Ort eines sehr guten Restaurants (Küchenchef Richard Kahl, Jacobsmuscheln ist das Stichwort).
Gut Panker
Das Gut Panker liegt westlich von Oldenburg in der Holsteinischen Schweiz. In der Gegend gibt es mehrere schöne Herrenhäuser, Schloss Weissenhaus beispielsweise ist nicht weiter entfernt. Übernachten kann man auf Gut Panker recht exklusiv in der Ole Liese. Das ehemalige Schulgebäude wurde umgebaut, nur sechs schöne Zimmer. Unter der Woche meist leer, dann hat man die Sauna für sich alleine. So wie wir. Herrlicher Blick auf die Pferdekoppel, wir sind begeistert. Die Verwalter sind nette, unaufdringliche Gastgeber. Mir liegt sowas eher, als die Eigner, die einen jeden Wunsch von den Lippen lesen wollen.
Schloss Weissenhaus
Die Hohwachter Bucht ist ebenfalls nicht weit entfernt, eine der schönsten Buchten der Ostsee. Im Sommer leuchtet das Wasser türkisgrün, man fühlt sich wie an der Adria. (kein Scherz). Wer es weiterhin exklusiv mag, der geht ins Genueser Schiff, dort sitzt man wie im Wohnzimmer eines in Rente gegangenden Fantomas. Gar nicht weit entfernt ist…
Der Strand-Platz am Falkensteiner Ufer ist anders. Seit Garip und sein Team den Platz übernommen haben, läuft alles ruhig und bewusst “peacig” ab, wie man wohl so sagt.
“Camping”, bei dem Wort bekommen manche schon Pickel. Hier am Elbstrand in der Nähe von Wittenbergen gibt es dazu wenig Gründe. Der Platzsand geht nahtlos in den Strandsand über. Puderweiß, wenn nicht die Wochenendgriller am Ufer überhand nehmen.
Falkensteiner Ufer am Abend
Selbst viele Hamburger kennen das schöne Strandstück zwischen Blankenese und Wittenbergen nicht - und genau hier liegt der Camping Platz mit dem Namen “Elbe Camp“. Es gibt zwar eine Reihe Dauercamper, die die ersten Reihen zum Wasser hin belegen, aber man findet trotzdem schöne Plätze. Viele Baden inzwischen sogar in der Elbe. Im Cafe lässt sich tagsüber gut abhängen, die Camingmeister haben zudem einen guten Musikgeschmack. Grillen ist erlaubt, Feuer am Elbstrand ohnehin geduldet. Das passt doch, oder?
Mittlerweile hat sich rumgesprochen, dass man im Elbe Camp gepflegt locker zelten kann, darum lohnt es sich durchaus zu reservieren. Jedenfalls in der Hochsaison.
Beach Club unter Bäumen
So richtig törnen die Hamburger Beach Clubs nicht mehr. Zu viele Poser, zu voll. Eine Ausnahme vielleicht noch “Strand Pauli”. Aber wer will schon immer auf Werften und Industrieanlagen schauen? Eine grüne Alternative ist das “El Beach” in Wedel. Nett unter Bäume
n gelegen, Preise o.k., leckere, frische Pizzen, Ausblick auf die Elbe und den Hans-Kalb-Sand, eine kleine Badebucht vor der Tür. Rustikale Einrichtung, im guten Sinne des Wortes.
Am besten ist es dort unter der Woche, an sonnigen Wochenenden wird es auch hier teilweise zu voll. Kein Wunder, denn unter dem Surfboard steht der DJ und groovt.
Nun sollte man nicht zu viel erwarten (hohe Erwartungshaltung stört ja meistens im Leben), vielleicht den Besuch mit einer Fahrrad-Tour entlang der Elbe (s. auch den Eintrag zum Alten Schweden hier im Blog) verbinden.
Auf der Webseite des Clubs stehen einige schöne Fotos, die einen guten Eindruck geben.