Begehbarer Globus im Schloss Gottorf
Dazu ein Barocker Terassengarten mit Wasserspielen und das Wikingermuseum
Schlossgärten sind ja so eine Sache: Man muss wohl das Alter vo 50 Jahren überschritten haben, um sich an der Pracht der Landschaftsarchitektur zu erfreuen. In jüngerem Alter wirkt das oft etwas fad, gestelzt und, sagen wir es ruhig offen, langweilig. Das Schloss Gottorf mit seinem ornamentalen Garten in Schleswig fristete über die Jahrzehnte so ein – recht kümmerliches – Dasein. Kein Wunder, es diente von 1848 bis 1945 als Kaserne.
Bis Anfang 2000 viel Geld gesammelt, genommen und gespendet wurde, um die Anlage der Herzöge Friedrich III. und (ab 1660) Christian Albrecht wieder auf Vordermann zu bringen.
2005 wurde das Globushaus mit dem neuen Gottorfer Globus und die erste Ausbaustufe des Gartens eröffnet. Seither sind Garten und Globus zu einer Attraktion geworden. Das Highlight ist sicherlich die begehbare, riesige Erdkugel. Das kubistische, vom Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht entworfene Haus wirkt wie ein Fremdkörper im Barockgarten, drinnen aber kann man einen Globus bestaunen, der innen ein Planetarium ist. Früher, also im 17-18. Jahrhundert, wurde der Globus durch einen komplizierten Wasserantrieb bewegt. Man konnten hineinsteigen, sich dort setzen und die Sterne um sich herumkreisen lassen, ohne dabei selbst bewegt zu werden. Zehn Personen…





