Moorfleeter Deich… und dann hinein ins Grüne
Das Renn- oder Tourenradfahren in Hamburg ist so eine Sache. Viel Verkehr auf ausgerechnet den Wegen, die mit glattem Asphalt locken. Guten Belage, wenig Verkehr und trotzdem eine wunderschöne Gegend bietet die Radrundfahrt, die wir letztens zügig gefahren sind und die hier nachgezeichnet ist. Am besten steigt man schon in Moorfleet am Anfang des Moorfleeter Deichs (Ecke Andreas-Meyer-Straße) in den Sattel. Das habe ich leider nicht in die Karte integriert bekommen.
Danach führt die Straße hinter den Deichen lang, schöne Reetdachhäuser, schöne Kurven, kaum Verkehr. Einkehrmöglichkeit im Zollenspieker Fährhaus bei der Hälfte der Strecke. Diverse Rückfahrtvarianten. Sehr zu empfehlen, gerade wenn man sich auf die Cyclassics vorbereiten will.
Neue Internetseite sammelt Wandertouren
Die Idee ist gut, endlich einmal die in Deutschland möglichen Wandertouren zu sammeln. http://www.wanderkompass.de/ stellt diverse Touren vor, die Seite soll ständig erweitert werden ( warten wir’s mal ab). Wie üblich und anscheinend naturgegeben dominiert Süddeutschland. Für Norddeutschland stehen allerdings auch schon einige Touren bereit, diese hier rund um den Dieksee bei Malente (rund 100 km vor Hamburg) sieht gut aus. Wanderzeit: 3,5 Std, Einkehrmöglichkeit.
Über den Heidepeter in der Lüneburger Heide hatten wir schon berichtet, die Wanderkompass-Webseite zeigt auch einige schöne Touren durch die nahe Heide.
Die Boberger Dünen
Man glaubt es kaum, aber früher erstreckte sich vom Berliner Tor bis Bergedorf eine Dünenlandschaft.Die großen Sand-Dünen wurden im 19. und 20. Jahrhundert für Bauzwecke und Geländeeinebnungen abgetragen. Übrig geblieben sind die Boberger Dünen. Heute ist das ein kleines Naturschutzgebiet, in dem sich Heide- und Marschlandschaft abwechseln. Ein Rückzugsgebiet für seltene Kleintiere und Pflanzen. Man kommt sich ein wenig vor wie an der Nordsee.
Also auf in die Boberger Dünen!
Adressee: Boberger Furt 50
Hier der Standort, eine faszinierende Satelliten-Aufnahme.
Und hier die Seite der Stiftung Naturschutz zu Boberg.
Naturidyll im Osten Hamburgs mit der legendären Pony-Waldschänke
Die Bewohner des Westens der Hansestadt Hamburg haben es schon gut. Nicht nur die Elbe, sondern auch die hinter Wedel gelegenen Elbmarschen locken, zwischen Osdorfer Landstraße und Elbe herrscht zudem grüner, gutbürgerlicher Friede, man wählt Ole. Dazu kommt der Klövensteen und ich zum Thema. Der Klövensteen (Standort) ist ein Waldgebiet, circa 513 Hektar groß. Das Gelände besteht aus herrlichem Mischwald mit Laub- und Nadelgehölzen, durchbrochen von Lichtungen, dazu schöne Wald- und Streuobstwiesen. Einige Wanderwege durchziehen das Gebiet, auch einige asphaltierte Radwege. Daher liegt der Klövensteen auf der Übungsstrecke fast aller Hamburger Radrennfahrer. Gerade vor den alljährlich stattfindenden Cyclassics sieht man schlanke und dicke Menschen auf ihren überteuerten Rennmaschinen (beliebt: Stevens, am besten von “von Hacht“) rumgurken.
Am Ende des Sandmoorweges (Standort) befindet sich ein Wildgehege, der Eintritt ist frei!
Ob mit dem Rad oder zu Fuß: Ein Muss ist die Pony-Waldschänke. Dort gibt es für Vati ein kühles Bier und für die Kinder den Ritt. Rund 6 Euro für eine halbe Stunde Reitspass für Kinder. An den Wochenende im Sommer herrscht ziemlicher Andrang, aber die Menschen sind von der schönen Reitstrecke begeistert.