
Credit: Deichtorhallen
In den Deichtorhallen (www.deichtorhallen.de) läuft noch bis zum Februar 2012 die schöne Ausstellung mit dem prägnanten Namen “Wunder”. Mehr als 100 künstlerischen Einsichten und Werke aus Religion, Wissenschaft und Alltag setzen sich mit dem Wunder ästhetisch wie intellektuell auseinander. Das ist teilweise sehr gelungen und vor allem auch was für Kinder. Die mitunter grauen Wintertage lassen sich also erhellen!
Es gibt eine eigene Website zur Ausstellung (www.wunder-ausstellung.de), aber die würde ich nicht unbedingt vorher anschauen, sonst wundert man sich (nicht).

Überdimensionales Gruselkabinett
Geisterbahnen sind wahrlich nicht mein Ding. Wenn mich unsere Kinder auf dem Hamburger Dom in die Grusel-Fahrgeschäfte reinziehen wollen, dann geht immer meine Frau mit, denn mir ist das zu langweilig. Vor ein paar Tagen landeten wir (weil Freunde mit ihren Kindern zu Besuch waren) nun bei Hamburg Dungeon, einer Art fest installierten Geisterbahn in der Speicherstadt. Um mal ein Fazit vorweg zu ziehen: Die Schlange vor der Tür war zwar lang, aber drinnen ist es schon recht launig - auch für Erwachsene.
Die Macher schicken einen auf eine Zeitreise durch die Hamburger Geschichte und vor allem natürlich dorthin, wo es was zu gruseln gibt: Störtebekers Hinrichtung war das erste, was wir sahen. Später präsentierte man uns den großen Häuserbrand, der Hamburg 1842 heimsuchte. Das Besondere sind die lebendigen Schauspieler, die einem den Schreck einjagen. Teilweise arbeiten vor Ort bis zu hundert Leuten, um das überdimensionale Gruselkabinett und die achterbahnartigen Loren in Gang zu halten. Dazu überall Skelette, Totenköpfe, Moorleichen usw.
Der Rundgang dauert fast 90 Minuten, die Kindern kreischen und die Männer reißen sich zusammen.
Ach ja, wie mir ein Mitarbeitern erzählte, kann man das Dungeon auch für Firmenfeiern und Geburtstagspartys mieten.
Adresse:
Hamburg Dungeon
Öffnungszeiten usw auf der Website http://www.the-dungeons.de
Kehrwieder 2
20457 Hamburg
Tel: 040/ 36005520
Standort und Routenplaner bei Google Maps hier.

Feste Bindungen sollen ja wieder modern sein. Wer also eine gute Location für seine Hochzeit sucht, dem sei das Jagdschloss Bellin ans Herz gelegt. Wir haben da vor ein paar Wochen kräftig und schön die Hochzeit von Freunden gefeiert. Die Parkanlage ist wildromantisch, das Schloss nicht übersaniert, sondern mit einigen schönen angestoßenen Ecken, die Kamine funktionstüchtig und in den diversen, großzügigen Zimmern im Obergeschoss kann gut genächtigt werden. Die Kirche im Ort ist nicht weit.
http://www.jagdschloss-bellin.de
Von Hamburg aus liegt Bellin 180 km entfernt, hier der Standort bei Google Maps.
Wilhelmsburg: Von der Internationalen Bauausstellung zum Tidenwald
In Hamburg wird in letzter Zeit viel über Wilhelmsburg gesprochen. Der Stadtteil ist eine Insel in Hamburg, umgeben von der Norder- und Süderelbe. Jahre lang schlief der Bezirk vor sich hin, ein Ausflugsziel war er wahrlich nicht, denn er ist nicht nur von Wasser umgeben, sondern auch von Autobahnen durchzogen und industriell geprägt. Die Mieten waren niedrig, der Migratenanteil hoch. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA), einem millionenschweren Projekt, soll der Stadtteil nun aufgewertet werden. Das mag die Touristen eventuell noch erfreuen, die Gentrifizierungsgegner bringt es auf die Palme, man vermutet wohl nicht zu unrecht, das mal wieder ein Stadtteil aufgehübscht wird, anschließend die Mieten steigen und das Leben für die Alteingesessenen zu teuer wird. Wer sich hier ein Bild machen will, der sollte trotz aller vorbehalte im IBA-Container gleich hinter den Elbbrücken auftauchen. Anfahrt am besten über die Versmannstraße. Hier steht ein Riesenmodell des Stadtteils und es gibt Vorträge, was sich alles ändern soll. Die Neu- und Umbaumaßnahmen sind frappierend. Fahrrad-Führungen werden ebenfalls angeboten. Auf der Website der IBA steht mehr.
- IBA Container - Foto von Johannes Arlt / IBA
Uns hat es nach dem Besuch des IBA-Containers mit dem Rad in die Untiefen Wilhelmsburg verschlagen. Es herrscht enormer Verkehrsdruck, der Freihafen ist nicht weit, ständig donnern LKWs an einem vorbei. Hier gilt es eine gute Route zu finden, will man nicht in Abgasen untergehen. Das geht durchaus, es gibt kleine Radwege an den Kanälen, die Wilhelmsburg durchziehen.
Wir sind dann rund 11km bis zum Naturschutzgebiet Heuckenlock gefahren. Die Route steht hier. Das Gebiet fängt am Stillhorner Hauptdeich, 21109 Hamburg, an. Hier der Standort bei Google Maps.
Der Heuckenlock ist einer der letzten Tideauenwälder Europas und ein Süßwasserwatt. Es liegt in Hamburg-Moorwerder im Südosten der Elbinsel Wilhelmsburg nahe der Bunthäuser Spitze, außerhalb der Hochwasserschutzanlagen Hamburgs und wird daher ungefähr hundertmal pro Jahr durch Spring- oder Sturmfluten überflutet. Die Vögel zwitscherten enorm, die A1 in Sichtweite, es ist eine seltsame Welt.
Fotos hier: http://www.panoramio.com/photo/11741610
Bei hamburg.de steht ein pdf, in dem eine dortige Wanderroute beschrieben ist. Haben wir nicht ausprobiert, sieht aber gut aus.
Auf dem Rückweg kann man auf dem Dockville Festival im Reiherstieg vorbei schauen, das läuft noch bis zum 14. August 2011.
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Geschrieben von admin am Juli 29, 2011
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Manches Mal reicht Schweigen aus, um anderen die Möglichkeit zu geben, selbst ihre Erfahrungen zu machen. Manches Mal reicht Schweigen nicht aus, weil man wirklich jemand vor seinem Unglück bewahren muss. Nun, ganz so schlimm ist es im Ton Peerstall nicht, das Bier ist gut, man sitzt im nett-düster-kuscheligen Ambienten oder auch draußen. Aber das Essen, das wir an dem Tag serviert bekommen haben, war wirklich unter aller Kanone. Der Matjes fade, die Bratkartoffeln ölig-weich, der Salat sauer, der Spargel geschmacklos. Definitiv keine Empfehlung an dieser Stelle für das Lokal gleich hinter dem Jenisch-Park. Dann doch lieber dort Picknicken, selbst im Winter.
Zum Ausweichen die Adresse:
Ton Peerstall
Hochrad 69
22605 Hamburg
www.ton-peerstall.de
Gut Essen im Bauerngarten in Hamburg Nienstedten
Unweit von Elbe und Jenisch-Park und damit quasi auf dem Weg jeder Radtour in die Elbvororte liegt das Restaurant Quellental. Man sitzt im Sommer im alten Bauerngarten, die Terasse ist von Buchen überkront. Das Haus liegt in einer ruhig gelegenen Seitenstraße. Das Essen ist nicht ganz billig, lohnt aber den Griff in die Börse. Wir kosteten die Spaghettini all’ arrabbiata (EUR 12,-), schön scharf, fruchtig, rund. Das Publikum ist elblastig, das kann man mögen oder auch nicht. Wo werden sonst in Hamburg noch hellblaue V-Auschnitt-Pullover so lässig über den Schultern getragen?

Restaurant Quellental
Näheres auf der Website: www.quellental-restaurant.de
Und hier der Standort bei Google Maps
Adresse und Kontakt:
Quellental
Quellental 36
22609 Hamburg
Telefon: 040-82242270
Und wer es genau wissen will, hier die Lobeshymnen auf Qype.

Hausboot auf dem Seitenarm der Elbe
In einem verwilderten Seitenarm der Elbe, dem Ruthenstrom, liegt das gemütlich-stylisches Hausboot der Familie Makris. Da wohnt man mitten im Grünen und das stille Wasser des Elbearms fließt direkt vor dem Schlafzimmer entlang. Ein Kaminofen ist auch an Bord! Schauen Sie mal auf die Bilder der Galerie auf der Website von www.hausbootferien-elbe.de
Von Hamburg aus ist das nur eine Stunde entfernt, Drochtersen liegt unweit von Stade.
Genauer Standort des Hausboots auf der Elbe auf der Karte.
Diese und alle Tage lohnt der Ausflug zum Hof Eggers in der Ohe. Zum einen ist der Marschbahndamm von der Tatenberger Schleuse bis weit hinter Kirchwerder frisch asphaltiert. Das heißt lockeres Gleiten ohne Autoverkehr. Früher fuhr hier die Bahn, daher der Name. An der Kreuzung hier traf früher die Bahn aus Bergedorf ein. Jetzt sind das alles herrliche Radwege. Ein Stück weiter liegt nun der Hof Eggers in der Ohe. Ein schöner Hof, ein nettes Gartencafé, ein Hofladen, eigene Schlachtung, alles zwischen Bäumen und Feldern gelegen, kein Auto in Sichtweite, die müssen draußen parken. Der selbst gebackene Biokuchen ist wunderbar. Eine Riesenschaukel für die Kindern. Die Backstube kann man mieten und kräftig feiern.
Der Vierländer Bauernhof ist komplett erhalten und denkmalgeschützt. Bis auf das Backhaus sind alle Gebäude Reet gedeckt. Der Hof führt immer wieder Aktionen durch (monatliche Backtage, Hoffeste, Frühjahrswanderungen, Erdbeerfest usw. ), mehr steht auf der Website.
Das Hofladencafé ist ab 10. April 2011 an Wochenenden und Feiertagen von 12-18 Uhr geöffnet.